KV Hessen setzt auf CRP-Point-of-Care-Diagnostik in Kinder-Notfallpraxen

KV Hessen setzt auf CRP-Point-of-Care-Diagnostik in Kinder-Notfallpraxen

Erfahren Sie hier im Interview die Details zur Standort-Ausstattung bis zur Unterstützung bei Diagnostik & Therapieentscheidungen.

Experten Gespräch

Olaf Honz 
Beauftragter für Medizinproduktesicherheit
bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

 

Im Interview schildert Olaf Honz, Beauftragter für Medizinproduktesicherheit, die Auswahlkriterien und bisherigen Erfahrungen mit QuikRead go – von Standort-Ausstattung bis zur Unterstützung bei Diagnostik & Therapieentscheidungen.


Aidian | R. Fuller: Herr Honz, vielen Dank für Ihre Zeit. Können Sie bitte kurz Ihre Rolle und Zuständigkeit für die Kinder-Notfallpraxen in Hessen erläutern und welche Aufgaben die KV Hessen bei Betreuung und Sicherstellung der Tests übernimmt?

Olaf Honz: Als Beauftragter für Medizinproduktesicherheit stelle ich die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben (insbesondere der Medizinprodukte-Betreiberverordnung) sicher und betreue 49 ärztliche sowie neun pädiatrische Bereitschaftsdienstzentralen in Bezug auf Medizinprodukte, Zubehör und Neuanschaffungen.

Aidian | R. Fuller: Wie kam es zur Entscheidung, Point-of-Care-CRP-Geräte in Kinder-Notfallpraxen einzuführen, und welchen konkreten Bedarf bzw. welches Problem sollte damit gelöst werden?

Olaf Honz: Die Initiative kam von den Ärzt:innen der pädiatrischen Bereitschaftsdienstzentralen, die POCT-CRP-Geräte teils aus ihren Praxen kannten. Weil Kinder bei Infektionen ohne diese Geräte nicht immer ausreichend diagnostiziert werden konnten, entstand die Idee zur Ausstattung der Kinder-Notfallpraxen. Der Vorschlag ging über die Abteilungsleitung an den Vorstand, der mich anschließend mit der Marktsichtung geeigneter Lösungen beauftragte.

Aidian | R. Fuller: Wie lief der Entscheidungsprozess ab, welche Gremien waren beteiligt und welche Kriterien waren bei der Auswahl des CRP-Messsystems entscheidend?

Olaf Honz: Ich habe zunächst alle Geräte geprüft und drei geeignete Systeme ausgewählt. Diese Anbieter habe ich kontaktiert und Gespräche geführt, basierend auf festgelegten Vorgaben. Anschließend habe ich die Ergebnisse in einer Präsentation dem Vorstand und der Abteilungsleitung vorgestellt. Aidian lag von Beginn an vorn, da sie als einzige sofort reagierten; bei den anderen mussten wir nachfassen. Nach Abstimmung in Vorstand und Abteilungen sowie Rücksprache mit den Ärzt:innen fiel die Entscheidung.

Aidian | R. Fuller: Welche typischen Diagnosen in der pädiatrischen Akutversorgung standen im Fokus – z. B. Fieber unklarer Genese?

Olaf Honz: Im Fokus standen Fieber und Infektionen. Früher mussten Kinder zur Labordiagnostik oft in die Klinik, was wir möglichst vermeiden wollten. Heute können wir die Tests vor Ort durchführen und direkt entscheiden, ob eine Einweisung nötig ist oder eine Entlassung mit Medikation genügt.

Von Anfang an hat Aidian uns mit direkter Unterstützung und verlässlichem Service begleitet.

Aidian | R. Fuller: Welche Anforderungen waren bei der Auswahl des Systems ausschlaggebend?

Olaf Honz: Wichtig waren eine einfache Bedienung, ein robustes und kompaktes Gerät sowie der Direktbezug von Kits und Zubehör beim Hersteller. Entscheidend war eine direkte Ansprechpartnerstruktur für Support, außerdem Preis und Servicequalität (Reaktionszeit und angebotene Unterstützung).

Aidian | R. Fuller: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem QuikRead go gemacht – insbesondere beim Handling in der Pädiatrie?

Olaf Honz: Sehr gute. Anhand der über mich laufenden Bestellungen und Nachbestellungen der Testkits sehe ich: Das System wird intensiv und gut genutzt.

Aidian | R. Fuller: Wie wurden die Standorte ausgestattet, und gab es dabei standortspezifische Anpassungen?

Olaf Honz: Wir haben jeden Standort einheitlich mit einem Gerät und einem Etikettendrucker ausgestattet. Zusätzlicher Bedarf ist bislang nicht entstanden – auch nicht in den zwei großen Zentralen mit hohem Kinderaufkommen. Sollte ein zweites Gerät erforderlich werden, würden wir das selbstverständlich umsetzen.

Robert Fuller | Key Account Manager | Aidian Deutschland
 

Aidian | R. Fuller: Wie verlief die Einführung der Geräte, und gab es dabei Herausforderungen – etwa bei der Schulung?

Olaf Honz: Die meisten Mitarbeitenden kommen aus Kinderarztpraxen und kannten das Verfahren, teils sogar das Gerät, bereits aus dem Praxisalltag. Wichtig war die Erst-Einweisung durch den Hersteller, damit ich als Beauftragter die Schulung anschließend gesetzeskonform weitergeben darf. Danach habe ich die Geräte an die Zentralen ausgeliefert und die Mitarbeitenden vor Ort eingewiesen – inklusive Übungen mit Kontrolllösungen, teilweise auch mit Selbsttest, was sehr gut ankam. Die Bedienung ist unkompliziert und für alle leicht erlernbar.

Aidian | R. Fuller: Wie hat der Einsatz von Point-of-Care-CRP die Abläufe beeinflusst – insbesondere bei Diagnostik und Therapieentscheidungen?

Olaf Honz: Die Entscheidung liegt bei der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt: Sie entscheiden situativ, ob getestet wird. Die klinische Diagnostik steht weiterhin im Vordergrund, der CRP-Test wird ergänzend eingesetzt – das ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll.

Aidian | R. Fuller: Welche Tipps würden Sie Kolleginnen und Kollegen geben, die eine solche Einführung planen?

Olaf Honz: Wenn eine andere KV auf mich zukommt, werde ich ausschließlich Positives berichten – entscheiden muss jedoch jede KV selbst. Wir Beauftragten tauschen uns zudem halbjährlich aus; dort werde ich unsere Erfahrungen sicher weitergeben.

Aidian | R. Fuller: Gibt es noch Aspekte, die wir bisher nicht angesprochen haben, Herr Honz?

Olaf Honz: Mir ist wichtig, Ihnen ein großes Lob auszusprechen: Sie waren von Anfang an jederzeit ansprechbar und haben uns in allen Fragen unterstützt – gerade in der Anfangsphase. Diese Verlässlichkeit ist bei vielen Herstellern nicht selbstverständlich, und das schätzen wir sehr.

Aidian | R. Fuller: Vielen Dank für das schöne Kompliment und für Ihre Zeit. Alles Gute, Herr Honz.
 

Ich bitte um Kontaktaufnahme zwecks weiterer Informationen zu QuikRead go System von Aidian:

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